Die Gufferthütte war bereits einmal Standort für ein Pilotprojekt zur Energieversorgung: Seit 1990 war hier ein rapsölbetriebenes BHKW mit Elsbethmotor im Einsatz, konnte die Erwartungen an einen langfristigen zuverlässigen Betrieb jedoch nicht erfüllen und war zum Schluß nur noch mit Dieselkraftstoff zu betrieben. Im Jahr 1997 wurde das Ingenieurbüro EST mit der Erstellung eines neuen Energieversorgungskonzeptes beauftragt. |
Innovatives AnlagenkonzeptDurch das realisierte Anlagenkonzept mit Blockheizkraftwerk, Solargenerator, 3 Inselwechselrichtern und Batteriespeicher steht erstmals auf einer netzfernen Alpenvereinshütte ein der üblichen Stromversorgung vergleichbares Netz zur Verfügung. Zentraler Bestandteil der Energieversorgung ist dabei das BHKW. Es stellt die gesamte Wärme zur Brauchwasserbereitung und den Großteil der elektrischen Energie bereit. Eine spezielle Leistungsregelung sichert eine vollständige Batterieladung. Die erzeugete Wärme wird in einen Pufferspeicher geladen und erwärmt bei Bedarf über einen Plattenwärmetauscher das Trinkwasser.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Betriebssicherheit der Anlage durch mehrfache Redundanz: Bei Ausfall des BHKW kann weiterhin Strom durch die Photovoltaikanlage erzeugt werden, bei Ausfall einzelner Wechselrichter ist weiterhin ein einphasiger Betrieb der Anlage möglich. Außerdem wurde das serienmäßig netzgekoppelt arbeitende BHKW dahingehend modifiziert, daß ein alleiniger Betrieb möglich ist. |
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