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Nach ersten Überlegungen zur Erneuerung
der Energieversorgung der Grund- und Hauptschule durch die Stadt
Miesbach wurde eine gemeinsame Biomasseheizung mit dem Landkreis
Miesbach von EST untersucht und
aufgrund der
besseren
Wirtschaftlichkeit
beschlossen. EST verglich in
seinem Energiekonzept
mehrere Variante
(kleine und große Nahwärmeversorgung) und Standorte für
die Biomassefeuerung miteinander und stellte eine
Wirtschaftlichkeitberechnung auf.
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GebäudeDas neu errichtete Gebäude der Biomasseheizanlage befindet sich neben dem bestehenden Heizraum der Hauptschule und reicht bis zu 6,5 m unter die Erde. Das Brennstofflager (Bruttovolumen 275m³) ist vollständig unterirdisch im Bereich der Busspur vor dem Eingang der Schule integriert. Die Befüllung erfolgt über zwei hydraulisch zu öffnende, überfahrbare Füllluken. Zur Errichtung des Bauwerkes waren umfangreiche Unterfangung des bestehenden Schulgebäudes sowie Sicherung der Münchner Strasse erforderlich. Das Gebäude konnte weitgehend in den Sommerferien 2005 realisiert werden.
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TechnikIm Auftrag des Eigenbetriebs Sondervermögen des Landkreises Miesbach zur Förderung der Denkmalpflege übernahm EST die Planung, Ausschreibung und Objektüberwachung sowie die Betriebsoptimierung des Biomasseheizwerks Miesbach. Der Biomassekessel mit
einer
Nennwärmeleistung von 900 kW des
österreichischen Herstellers Kohlbach wird für die
Grundlastdeckung eingesetzt. Er deckt rund 88% des
Jahresenergiebedarfes der Nahwärmeversorgung mit Holzhackschnitzel
ab. Auf den Einsatz eines
größeren
Biomassekessels wird aus
wirtschaftlichen Gründen verzichtet.
Die eingesetzte Vorschubrostfeuerung ermöglicht die Vortrocknung
des Materials und ist dank der schneckenlosen
Brennstofftransporteinrichtung unempfindlich gegenüber
Störstoffen. Dadurch wird ein Brennstoffeinsatz von erntefeuchtem
Material insbesondere Landschaftspflegeholz bis zu 120 mm
Stückgröße möglich. Die Rostasche wird in
Aschecontainer unterhalb des Kessels transportiert und mittels eines
Elektrokranes auf das Straßenniveau gebracht. Die Abgase werden
in einem Multizyklon von Flugasche und Stäuben gereinigt und
über eine freitragende Kaminanlage abgeleitet. Die gesamte Anlage
arbeitet vollautomatisch
und kann mittels
Fernüberwachung von einem beliebigem PC aus ferngesteuert werden.
Wird die Leistungsgrenze
des Biomassekessels
überschritten geht
die neue Berufsschule vom Nahwärmenetz und wird über den
vorhandenen Gasbrennwertkessel mit 600 kW Leistung versorgt
(Mittellastdeckung).
Die
Spitzenlastdeckung
sowie die
Notversorgung
erfolgt über zwei neu installierte Niedertemperatur-Ölkessel
mit je 860 kW Leistung.
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NahwärmenetzÜber ein Nahwärmenetz mit einer Trassenlänge von fast einem Kilometer und eigenen Übergabestationen mit Wärmetauschern werden die Wärmeabnehmer mit Energie aus der Heizzentrale versorgt. Das Nahwärmenetz unterteilt sich in zwei Stränge. Strang 1 versorgt die Verwaltungsgebäude des Landkreises an der Münchner- und Rosenheimer Strasse über eine erdverlegte Trasse von 258 m Länge. Strang 2 versorgt die Grundschule u. Turnhalle der Stadt MB, die Berufsschulen des Lkr. MB und das Terrassenhaus Wallenburger Straße 28 über eine erdverlegte Trasse von 436 m Länge.
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Investor und EigentümerInvestor und Eigentümer des 1,8 Mio. Euro teuren Projekts ist der Eigenbetrieb Sondervermögen des Landkreises Miesbach. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Gesamtkonzepts „Nachwachsende Rohstoffe in Bayern“ aus Mitteln des Freistaats Bayern und einem Teilschuldenerlass der Kreditanstalt für Wiederaufbau im Rahmen des Marktanreizprogramms für EE des Bundes.
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BetreiberIn einer europaweiten, öffentlichen VOL-Ausschreibung erstellt von EST wurde ein Betreiber gefunden, der den wirtschaftlichen und ökologischen Betrieb entsprechend den Planungsvorgaben erfüllt. Betreiber ist die Fa. Karl Lausser GmbH, die als Heizungsbaufirma über genügend Know-How in den Bereichen Betrieb, Wartung und Instandhaltung verfügt, um das Biomasseheizwerk Miesbach die nächsten 20 Jahre für alle Seiten zufrieden stellend zu betreiben. Für die Lieferung der Biomasse greift der Betreiber auf die Fa. Energieholz Bosch aus Kirchheim zurück. Das Biomasseheizwerk Miesbach wird mit Holzhackschnitzeln aus der Region Ebersberg, Miesbach, Bad Tölz und Münchner-Land versorgt. Mindestens 25% der Biomasse wird aus regionalen, naturbelassenen Waldhackschnitzeln bereitgestellt, der Rest aus Sägeresthölzern wie Rinde, Säummaterial oder Sägemehl.
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